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MUY BIEN März/April 2018

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Essen, leben und genießen auf Gran Canaria - DAS GENUSSMAGAZIN

Diana liebt Gnocchi und

Diana liebt Gnocchi und so muss sie natürlich testen, ob hier wirklich der Cuoco sein Handwerk versteht - die Gnocchi sind nämlich fresca - frisch hausgemacht. Ich habe mit der Auswahl schon größere Probleme - auf der Karte lachen mich so viele interessante Gerichte an und ich frage Besitzerin Alicia nach ihrer Lieblingspasta. Sie empfiehlt Nudeln mit Bolognese nach einem Rezept der Großmutter des Hauses. Oha - ich liebe Bolognese, aber leider hat das, was ich meistens in italienischen Touristenrestaurants als Bolognese serviert bekomme, so viel mit Bolognese zu tun, wie Nudeln mit Sahne-Schinken-Soße mit Spaghetti Carbonara - also nicht besonders viel. Von daher meide ich mittlerweile Bolognese und koche sie mir lieber zuhause selber. Aber Sie wissen ja, wie es mit Omis und ihren Frikadellen ist: sie sind immer die besten. Also bestelle ich Fettucine mit Bolognese Ragù. Während wir warten, erfreuen wir uns an der guten Laune der gar nicht mal so kleinen Al Circus Familie. Anscheinend arbeiten hier ausschließlich Italiener, die untereinander herumblödeln, sich Sprüche zuwerfen und natürlich nebenbei ihren Aufgaben nachgehen. Man hat wirklich den Eindruck, dass hier eine ganze Familie für einen kocht. Da kommt das Essen und wir brauchen gar nicht lange um den heißen Brei herumreden: bravissimo, bravissimo, bravissimo. Die Gnocchi sind sämig weich. Die Tomatensauce cremig und fruchtig, der Mozzarella leicht am Zerfließen. Und die Bolognese Pasta ist richtig, richtig gut. Beim Schreiben dieser Zeilen habe ich gerade wieder diese typische Kraft und Würzigkeit auf der Zunge, die sich einstellt, wenn eine Bolognese mit den richtigen Zutaten stundenlang eingekocht wurde. Auch dem dazu gereichten Parmesan schmeckt man sofort an, dass dieser nicht im Mercadonna gekauft wurde. Beide Gerichte für sehr, sehr faire 10€. Wir sind so pappsatt, dass wir leider auf das Dessert verzichten müssen. Noch ein Limoncello aufs Haus und inklusive Agua und Vino haben wir keine 40€ auf der Rechnung. Die müssen wir unbedingt in der MUY BIEN vorstellen. Diana loves gnocchi and will test them, to see if the cuoco understands his craft - the gnocchi are fresca - homemade fresh. I have more problems with my choice – there are so many interesting dishes on the menu. So I ask the owner Alicia for her preferred pasta suggestion. She recommends the pasta with bolognese, prepared according to the grandmas’ recipe. Oha - I love bolognese but sadly, here, I am never served anything remotely related to bolognese. Bologneses served here more often have as little to do with bolognese as a pasta-cream-ham sauce has to do with spaghetti carbonara - barely anything. Consequently, I have done my best to avoid any bolognese and if I want to have some, I will cook it at home. However, you know the deal with grandmas and their meatballs: theirs are always the best. So, I decide to order the fettuccine with bolognese ragú. As we are waiting, we enjoy the good mood and company of the not so small Al Circo family. Apparently, only Italians work here, goofing around while working. You easily get the impression that the whole family is cooking for you. Then, the food comes and to get directly to the point: bravissimo, bravissimo, bravissimo. The gnocchis are soft but al dente. The tomato sauce is creamy and fruity, the mozzarella is oozing richness. And the bolognese pasta is really, really good. As I am typing these words my tongue is overwhelmed once again, with the characteristic potency and spiciness that only develops when the right ingredients are slow cooked over hours. Even the parmesan cheese is definitely not from Mercadona. Both dishes cost a very, very fair 10€. We are so stuffed, that we have to forgo the desert. A limoncello on the house, a water and a wine and we do not reach the 40 € on the bill. We absolutely have to feature them in MUY BIEN. Seite 52 MUY BIEN

Einige Tage später begleitet mich nicht meine Frau Diana zum Fototermin, sondern Fotografenkollegin Sandra. Wir wollen heute im Doppelpack Essen bewerten, Fotos schießen und fachsimpeln. Und es wird ein außergewöhnlich langer Arbeitsabend. Wir entscheiden uns dieses Mal für die Terrasse. Diese bringt zwar nicht dieses “kleine Trattoria Gefühl” rüber aber mit 2 Scheinwerfern im Gepäck wollen wir nicht die anderen Gäste im kleinen, gemütlichen Innenraum vergraulen. Als erstes serviert uns Alicia eine Focaccia und die ist sogleich ein perfekter Einstieg zum Vino Tinto an dem wir bereits nippen. Knusprig und doch saftig mit einer tollen Salz- und Rosmarinnote. Sandra entscheidet sich bei der Vorspeise für ein Carpaccio vom Kalb mit Trüffel und Parmesan. Ich hätte es mir selber bestellt, aber es ist als halal ausgezeichnet und ich habe eine starke Abneigung gegen diese archaische Schlachtweise, die bei Halalfleisch nun mal angewendet wird. Am Ende ist es dann auch tatsächlich das schwächste Gericht des heutigen Abends. Der Fleisch- und auch der Trüffelgeschmack schaffen es leider nicht, sich gegenüber dem Essig durchzusetzen, in dem der Trüffel eingelegt war. Ich bekomme Gambas mit eingelegten Zwiebeln? Eine richtig ordentliche Portion und pfiffig angerichtet. Oft werden Gambas ja mit einem kleinen Stück Schale am Schwanzende serviert. Hier wurde aber die Garnele ausgelöst und dann wieder in den Kopf zurückgesteckt. Schaut toll aus und lässt sich wunderbar einfach essen. Geschmacklich eine schöne Kombination aus dem süßen Fleisch, den Zwiebeln und einem intensiven Sud. MUY BIEN Seite 53 A few days later, my wife Diana does not accompany me to the photo shoot, instead my photography colleague Sandra will visit. Today, we want to multitask and rate the food, shoot photos and critique as a pair. And it will be an exceptionally long night of work. We decide to sit on the terrace this time. Nonetheless, we do get to appreciate the “little trattoria” feeling as we do not want to scare other customers in the cosy interior with the large two headlights we have brought. First, Alicia serves us a focaccia and it is a perfect entry to the Vino Tinto, where we are already sipping. Crunchy yet juicy with a great salt and rosemary note. Sandra chose the veal carpaccio with truffles and parmesan as an appetiser. I would have ordered it myself but it is halal, and I have a strong aversion to the archaic slaughter that is used on halal meat. In the end, it is the weakest dish of the evening. The meat and the truffle taste, unfortunately, are overpowered by the vinegar in which the truffle is stored. I get prawns with pickled onions? A really neat portion and smartly prepared. Often gambas are served with a small piece of shell at the tail end. Here, however, the shrimp Dua Bapa was Restaurant peeled and later secured to the head again. Centro Looks Commercial great and is Cita wonderfully easy to eat. Taste-wise it is a lovely combination out of the sweet meat, onions and an intense Avenida de Francia 2 Playa del Inglés broth. 0034 928505962 Di-So/ Tu-Su 18- 22:30 €€ von

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